10:00 Uhr bis 18:00 Uhr / Interaktionen und Installationen

ganztags PLON – Zmija měć – Einen Drachen haben – Mieć smoka / Interaktive Schulhofinstallation / Ortenburg
10:00–13:00 Uhr und 15:00–18:00 Uhr
G.HEGE /
Puppen-Zoo mit Marionetten zum Streicheln, Füttern und „Ausführen“ / Ortenburg
G.SPINST /
Interaktive Installation und Möglichkeit, eigene Fäden zu spinnen / Mönchskirchruine

PLON Theaterpädagoginnen des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen haben gemeinsam mit der freischaffenden Künstlerin Karoline Schneider aus Leipzig eine Schulhofinstallation entwickelt, die während des Festivals auch einem Publikum jenseits der Schule Räume zum Träumen eröffnet. Hier ist Platz sich inspirieren zu lassen, kreativ über die Zeichen der Zeit nachzudenken, selbst aktiv zu werden und sich zu positionieren. Die Installation funktioniert mehrsprachig und lädt das deutsch, sorbisch und polnisch sprechende Publikum ein, sich auszudrücken und vielleicht auch gemeinsame Gedanken zu teilen.
Dabei stehen unter anderem die wiederkehrenden Fragen nach dem „Wer bin ich?“ im Mittelpunkt. Hier hilft die niedersorbische Sagenfigur des PLON – der Drache, der Wohlstand verschafft, sich aber dafür bei anderen bereichert – sich bewusst zu werden darüber, was „man“ braucht – als Einzelperson? Als Gesellschaft? Wo sich der persönliche Dämon versteckt und welche Kräfte in uns schlummern.

G.SPINST Eine sakrale Ruine mit über 700-jähriger Geschichte ist ein idealer Schauplatz für das Zusammenführen, Verknüpfen und Entwirren von Geschichten und Mythen. In einer begehbaren und live bespielten Installation, sollen narrativen Gewebe verhangener Zeiten, zeitgenössische Webexperimente und visionären Gehirngespinste ihren Platz finden.
Unter der Leitung von Franziska Merkel haben deutsche und polnische PuppenspielerInnen und MusikerInnen gemeinsam die Motive des Spinnens und Webens untersucht, künstlerisch hinterfragt und musikalisch bearbeitet. Gerade Puppenspielerinnen und Animateurinnen verstehen es, an ihren Fäden ganze Welten lebendig werden zu lassen, und MusikerInnen von Saiteninstrumenten können Fäden zum Klingen bringen. Die InstallatioWährenddessen sitzt die Schauspinnerin Gabriele Forker an ihrem großen Spinnrad und lädt Interessierte ein, einen eigenen Faden zu spinnen und zu verweben.

G.HEGE Ein Haustier an Fäden? Das verspricht dieses besondere Zoo-G.HEGE und lädt Interessierte zu den entsprechenden Fütterungszeiten ein. Doch keine üblichen Tiere wie Katzen, Hunde und Hamster sollen hier gepflegt werden, sondern Fantasiewesen vom Stamm der “Phantasma Arthropoda”. Diese liebenswerten und zutraulichen Geschöpfe, filigrane Gliederfüßer, die an Spinnen, Käfer und andere Insektentiere erinnern, sind gerade erst aus Fundstücken wie Wurzeln, Kronkorken, Glasscherben und Zahnbürsten entstanden und warten darauf, kribbelnd und krabbelnd ihr G.HEGE zu erkunden.
Kreiert wurden die “Phantasma Arthropoda” von deutschen und polnischen PuppenspielerInnen unter der Leitung von Oliver Köhler und Moritz Trauzettel.